Führungen in der Grube Weiß

Führungen für bis zu 25 Teilnehmer finden von April bis Oktober an jedem dritten Samstag und Sonntag des Monats statt, jeweils von 10.30 bis 12.30 Uhr.

Führungen zum Thema 
Erzbaustätte finden statt sonntags vormittags am: 15. April, 20. Mai, 17. Juni, 15. Juli, 19. August, 16. September und 21. Oktober.

Führungen zum Thema Naturschutz finden samstags vormittags am 21. April, 19. Mai, 16. Juni, 21. Juli, 18. August, 15. September und 20. Oktober statt.

Gruppenführungen z. B. für Schulklassen sind möglich.
Weitere Informationen und persönliche Anmeldungen beim Förderverein des Bergischen Museums für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, Burggraben 21, 51429 Bergisch Gladbach-Bensberg, Tel.: 02204 55559.
Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.
Bergbau in der Grube Weiß

Seilschacht, Erzgewinnung und eine Bergarbeitersiedlung - der Bergbau spielte eine wichtige Rolle bis 1930.
Naturschutz in der Grube Weiß

Gelbbauchunken und Geburtshelferkröten sind die besonderen Spezies in der Grube Weiß.
Ein ganz besondere Art "Strukturwandel":
Die Grube Weiß


Schon in alter Zeit haben Menschen auf der Grube Weiß Bergbau betrieben. Mittelalterliche Spuren davon können wir noch heute neben dem alten Steigerhaus sehen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts konnte man durch technischen Fortschritt (Erfindung der Dampfmaschine) tiefer in die Erde eindringen. Das traf zusammen mit der neu erfundenen Destillationsverhüttung von Zinkerz, welches jetzt in große Mengen gefördert wurde. Die Erzvorkommen versiegten allerdings schnell. Die meisten Gruben im Bensberger Erzrevier wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts geschlossen.

Unter dem Namen "Carlszeche" beantragte der Grubensteiger Hasbach zu Volberg am 13. Januar 1852 die "Mutung", ein Gesuch um Erteilung der Bergrechte für einen Blei-, Blende- und Kupfererzgang "im Rabensack bei Bensberg". Noch heute heißt daher die Grube Weiß im Volksmund "Ravesack". Am 29. Dezember 1852 kam es zur Verleihung (Genehmigung des Bergbaubetriebs mit gleichzeitiger Eigentumsübertragung) der Grube mit dem Namen "Weihs" (Weiß). Es war eine der reichsten Gruben in unserer Heimat, die noch bis 1930 untertägig in Betrieb war. Mit einer nassmechanischen Aufbereitung (Flotation) wurden bis 1957 die in den Halden und Klärschlämmen befindlichen Resterze gewonnen.

Heute ist das Gelände ein so genanntes FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat). Das ist Naturschutz auf der Grundlage der FFH-Richtlinie der Europäischen Union und hat zum Ziel, die natürliche Artenvielfalt durch die Erhaltung oder Wiederherstellung der Lebensräume von wild lebenden Tieren und Pflanzen zu bewahren.

© Texte: Herbert Stahl
Schlodderdicher Weg 75
51469 Bergisch Gladbach
Museum Stahl
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